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Berichte

Vorbereitung auf Teil II der Saison 2006

Zufriedenstellende Platzierungen erreichte der Gütersloher Radrennfahrer David Dudek zum Start in die zweite Saisonhälfte. „In den vergangenen Jahren bin ich im Spätsommer und Herbst immer stärker gefahren“, verspricht er sich von den nächsten Monaten weiter verbesserte Leistungen.

Mit 18.000 Kilometern seit Jahresbeginn und der Polenrundfahrt in den Beinen hat der gerade erst 21 Jahre alt gewordene Neuprofi sich eine kleine Ruhepause gegönnt. „In Polen habe ich meine erste große Rundfahrt mit 900 Rennkilometern in fünf Tagen bestritten. Das ging ganz schön an die Substanz. Da habe ich eine anschließend Woche entspannt ohne Training und ohne Gedanken ans Radfahren.“ Mit seinem Team Sparkasse Bochum schnitt Dudek in Polen erfreulich ab. Teamkollege Mark Cavendish konnte im starken Feld mit vielen Continental-Pro-Teams eine Etappe gewinnen. Daran hatte auch Dudek einen kleinen Anteil. „Ich hatte an diesem Tag einen erfolgreichen Ausreißversuch gestartet und die Fluchtgruppe organisiert. Zwar sind wir leider sechs Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingefangen worden. Aber weil mein Team die ganze Zeit keine Nachführarbeit leisten musste, waren unsere Jungs für den Sprint ausgeruht, und Mark konnte den Sieg sichern.“

Von Sportmediziner Jens Hinder aus Warendorf betreut und mit neuen Trainingsplänen ausgestattet, baut der Gütersloher seine Form für die nächsten Monate wieder auf. Am Wochenende zeigte er gute Auftritte, wenngleich Kraft und Spritzigkeit nach der Trainingspause noch etwas fehlten. In Wuppertal beim Uni-Rennen leistete Dudek viel Nachführarbeit, nachdem er den Sprung in die Ausreißer-Spitzengruppe verpasst hatte, und kam mit den Verfolgern vor dem Feld als 14. ins Ziel. Sonntag erwies sich das Kriterium im hessischen Wippershaim als extrem schwierig. „In jeder der 60 Runden mussten wir eine regelrechte ‚Wand’ hoch mit mindestens zehn Prozent.“ Nach einem zwischenzeitlichen Durchhänger fing sich der Gütersloher zehn Runden vor Schluss wieder und ließ sich überrundet von seinem neuen Teamkollegen Dirk Müller als 12. ins Ziel ziehen. Von den Qualitäten des amtierenden Deutschen Meisters ist der Jungprofi beeindruckt. „Wenn man am Hinterrad erlebt, wie konstant er mit hohem Druck fährt und eine so schwere Steigung meistert, dann merkt man als junger Fahrer, dass man noch sehr viel trainieren muss.“

Am kommenden Wochenende ist David Dudek doppelt gefordert. Zunächst am Samstag beim 190-Kilometer-UCI durch den Thüringer Wald und am selben Abend beim Nachtrennen in Unna.